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An dieser Stelle möchte ich eine Liste von Matratzen oder Matratzenherstellern veröffentlichen, bei denen Sie nach Matratzen fragen können, welche (ich zitiere, zum Mitschreiben) "weder Antimon, noch Phosphor oder Arsen enthalten, Nachweisgrenze nicht größer als 0,001 % = 10 mg/kg = 10 Teile pro einer Million" oder auf englisch "does not contain antimony, phorphorus, and arsenic, detection limit not greater than 0.001% = 10 mg/kg = 10 parts per million".

Ich betone ausdrücklich, dass ich keine Gewähr übernehme oder übernehmen kann, dass die hier genannten Matratzen die fraglichen Chemikalien tatsächlich nicht enthalten, bei einigen Matratzen wurden nur Aussagen bezüglich ein oder zwei der drei Verbindungen chemisch nachgewiesen, und bezüglich der anderen Verbindung(en) eine recht unverbindliche Aussage gemacht. Bitte fragen Sie vor jedem einzelnen Kauf nochmal beim Hersteller nach, denn der Hersteller kann jederzeit etwas an den Matratzen ändern. Außerdem verlasse ich mich in dieser Liste auch stark auf Eltern, die mir ihre Erkenntnisse mitteilen. So können auch falsche Auskünfte in diese Liste gelangen. Es ist daher wichtig, dass Sie selber immer nachfragen, und wenn Sie einen Fehler in meiner Liste finden, oder wenn Sie eine Ergänzung haben, freue ich mich über eine Mitteilung. Aufgrund Ihrer zahlreichen Anfragen bei den Matratzenherstellern hat sich nun auch schon ein Hersteller bei mir gemeldet, der jetzt eine Matratze herstellen möchte, die frei von den genannten Stoffen ist. Weiter so!!!

Leider ist die Liste bis jetzt noch sehr kurz. Ich freue mich auf Ihre Mitarbeit!

  • PurFlo: Diese Matratze (deutsche Beschreibung von PurFlo) besteht aus einem Aluminiumrahmen und einem abnehmbaren und waschbaren Bezug, sie hat also keinen Matratzenkern. Ob der Bezug frei von Verbindungen aus Antimon, Phosphor und Arsen ist, kann zwar nicht garantiert werden, aber da der Schimmelpilz eine 60-Grad-Wäsche nicht überlebt, kann man die Matratze bei entsprechend häufiger Wäsche des Bezugs als sicher ansehen. Zur Zeit (Sept 2007) ist diese Spezial-Matratze allerdings nur in Großbritannien erhältlich, sicherlich aber auch im Online-Handel.
  • www.babymattressesonline.co.uk (mattress-makers in ebay.co.uk): dieser britische Hersteller entsprechende Matratzen im Angebot. Massanfertigungen sind möglich. Bei einigen Matratzen (schauen Sie nach "ventilated foam safety mattress") steht in der Artikelbeschreibung, dass die fraglichen Stoffe nicht enthalten sind. Was genau das bedeutet (sind Richardsons Grenzwerte eingehalten?), und wie es sich bei den anderen Matratzen verhält, fragen Sie am besten direkt dort nach.
  • Schlaraffia: diese Firma hat sich von Zulieferern versichern lassen, dass keine der genannten Stoffe in den Materialien enthalten sind, aus denen die Kinderbettmatratzen gemacht werden. Das PDF ist vom November 2008, und gilt für alle drei aktuell am Markt erhältlichen Kinderbettmatratzen. Ich muss jedoch betonen, dass es sich dabei lediglich um unterschriebene Papiere handelt, und nicht etwa um Prüfberichte von unabhängigen Instituten. Das ganze sieht so aus, als gehe es dabei lediglich um Haftungsausschluss (damit die Zulieferer haften müssen, wenn ein Baby durch die Gase stirbt, und nicht etwa Schlaraffia). Trotzdem ist dies ein erster Schritt, und daher absolut begrüßenswert, und vielleicht sind die Matratzen ja auch wirklich frei von den gefährlichen Substanzen - nur ohne Prüfberichte bin ich da lieber skeptisch... Danke an die Leserin dieser Seite, die mir dieses PDF geschickt hat!
  • http://www.biosaffair.de/ weist in einem TÜV-Prüfsiegel nach, dass ihre Matratzen frei von Arsen und Antimon sind. Über Phosphor wird leider keine Angabe gemacht. Die Firma verkauft Naturmatratzen und Futons. Kaufen Sie aber nicht blind irgendein Naturprodukt, denn auch in natürlichen Stoffen (Kokos, Schafsfell und andere) können die zu vermeidenden Substanzen auf natürliche Weise enthalten. Auch bei dieser Firma sollten Sie daher nochmal gezielt nachfragen!
  • Träumeland: Diese Firma zertifiziert ihre Matratzen nach dem Öko-Tex Standard 100. D.h. die Matratzen enthalten keine lösbaren Antimon- und Arsenverbindungen. Leider schließt das Zertifikat unlösliche Verbindungen aus Antimon und Arsen nicht aus. Über Phosphor-Verbindungen kann keine Aussage getroffen werden. Die Firma hat sich als sehr hilfsbereit erwiesen, so dass zu hoffen ist, dass irgendwann detailliertere Test-Ergebnisse zur Verfügung stehen werden.
  • Alvi: Die Alvi Max soll wenige bis keine der genannten Verbindungen enthalten. Sie hat einen abnehmbaren Bezug, der bei 60 Grad gewaschen werden kann. Es liegen aber auch hier keine gesicherten Informationen über die Inhaltsstoffe vor, bitte fragen Sie ggf. beim Hersteller nach!
  • Zöllner: es hieß, die Matratze "Baby Hygienica Premium", die es für Babybetten und für Stubenwagen gibt, könne die giftigen Gase vermeiden. Der Matratzenkern sei hygienisch umhüllt, und der Bezug könne bei 60 Grad gewaschen werden. Wenn man den Bezug regelmäßig wäscht, sollte die Matratze sicher sein. Leider fand ich nirgends dokumentiert, aus welchem Material/welcher Folie die Umhüllung des Matratzenkerns hergestellt ist. Diese Hülle darf natürlich auf keinen Fall Verbindungen aus Arsen, Phosphor oder Antimon enthalten. Leider unterscheiden sich auch die Hinweise zum Waschen des Bezugs, manche Webseiten geben 60-Grad-Wäsche an, und andere Handwäsche. Falls tatsächlich nur Handwäsche möglich ist, wäre der Vorteil dieser Matratze hinfällig, selbst wenn die hygienische Umhüllung des Matratzenkerns die gas-erzeugenden Verbindungen nicht enthält. Fragen Sie am besten nochmal direkt bei der Firma Julius Zöllner nach!

Matratzen, die mit dem Logo "Campaign against cot death" ausgezeichnet sind, werden von den Entdeckern der Gas-Theorie als unbedenklich eingestuft. In diesem Fall erübrigt sich eine Nachfrage beim Hersteller nach den genannten Chemikalien. Als Matratzen-Hersteller bekommt man dieses Logo nur, wenn keine Komponente, aus der die Matratze gefertigt wird, Verbindungen aus Arsen, Antimon oder Phosphor enthält. Zusätzlich muss die Matratze Tests unterzogen werden, und damit bewiesen werden, dass die genannten Verbindungen nicht enthalten sind (Nachweisgrenze der Tests nicht gröber als 10mg pro 1kg). Die exakten Regeln kann man in Sprotts Buch nachlesen: "Cot Death Cover Up" [20]. Das Logo, das den Matratzen vergeben wird, zeigt die Ecke eines Gitterbettes mit einem verwaisten, traurigen Teddybär. Um das runde Bildchen ist der Schriftzug "Campaign against Cot Death" zu lesen.